Das Kap Arkona

rugen-333343_640Vom Erholungsgebiet Bakenberg auf der Halbinsel Wittow aus, erreichen wir per Rad über den nördlichen Hochuferweg die berühmten Felsklippen, das Kap Arkona. Es ist Teil der Steilküste, die hier im Norden der Insel Rügen 50 m hoch ist. Das Kliff selbst ragt steil aus der Ostsee auf und sieht mit seinen drei Türmen sehr imposant aus. Von hier aus haben wir einen grandiosen Ausblick auf das Meer.

Auch das Bauern- und Fischerdorf Putgarten ist ideal als Ausgangspunkt für eine Radtour oder Kremserfahrt zum Kap Arkona. Den Charme Putgartens machen der Rügenhof, die Reetdachhäuser und eine Kunst- und Handwerkerkolonie aus. Von dort geht es mit Kutsche oder Planwagen am Steilufer entlang, der Weg ist von Holzfiguren auf Rügen heimischer Künstler und Bänken gesäumt. Von hier aus genießen wir die einmalige Landschaft um Kap Arkona und die beeindruckende Aussicht – so hoch über dem Meeresspiegel. Dann erreichen wir die historischen Wälle der Tempelburg von Kap Arkona.

Ende des 6. Jahrhunderts siedelten Slawen auf Rügen, der Stamm der Raner baute auf dem Kap die Jaromarsburg mit dem Heiligtum für den viergesichtigen Gott Svantevit. Mehr als die Hälfte der Kultstätte mit Schutzwall ist schon vom Meer verschlungen. Daneben steht der alte viereckige Schinkelturm, mit seiner Aussichtsplattform. Er wurde 1827 gebaut, ist 19 m hoch und hat neben dem Museum ein Leuchtturmwärterhaus mit Garten, in dem die Sonnenwende gefeiert wird. 1902 löste ihn der neue runde Leuchtturm mit 36 m Höhe ab. Der Marinepeilturm steht etwas abseits, mit Museum und Aussichtsplattform, von der wir einen unglaublich schönen Blick bis zur dänischen Insel Moen haben.

Entlang des Burgwalls lädt uns der Rad- und Wanderweg ein, der um Rügen herum führt. Er bringt uns zum kleinen Fischerdorf Vitt, an dessen Eingang die achteckige kleine Kapelle ( Schinkel, 1806) steht. Frischer Räucherfisch lässt sich in Vitt probieren, die Fischer bieten mit ihren Booten aber auch Fahrten um das Kap herum und entlang der Steilküste an. In Vitt gibt es eine enge Schlucht, die den Meeresblick auf das Kap Arkona erlaubt – das bietet immer eine aufregende Kulisse.